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Bauarten & Auswahlhilfe

Schlittenarten im Überblick: 12 Typen einfach erklärt

Vom klassischen Davoser über Lenkschlitten und Bobs bis zum kompakten Porutscher: Schlitten unterscheiden sich deutlich bei Material, Steuerung, Sitzposition und Einsatzzweck. Dieser Überblick zeigt, welche Schlittenart zu Kindern, Erwachsenen oder Familien passt.

12 SchlittenartenHolz, Kunststoff & AluminiumAktualisiert: September 2026
Kurz erklärt

Welche Schlittenarten gibt es?

Die wichtigsten Schlittenarten

Zu den klassischen Bauarten gehören Davoser, Hörnerschlitten und Rodel aus Holz. Daneben gibt es Kunststoffbobs, Lenkbobs, Snowracer, Zipfelbobs, Porutscher, Schneereifen sowie besondere Modelle für Babys, Familien oder platzsparende Lagerung. Welche Variante passt, hängt vor allem von Alter, Personenanzahl, Hang, gewünschter Kontrolle und Transport ab.

Einige Begriffe beschreiben die Konstruktion, andere eher die Zielgruppe. Ein Familienschlitten kann beispielsweise gleichzeitig ein langer Holzschlitten sein; ein Kinderschlitten kann als Bob, Rodel oder Modell mit Rückenlehne gebaut sein. Deshalb lohnt es sich, zuerst den Einsatzzweck zu klären.

Schnelle Orientierung

Welche Schlittenart passt zu welchem Einsatz?

KlassischDavoser oder Hörnerschlitten

Für traditionelle Holzbauweise und feste Schneedecken.

Mehr KontrolleLenkschlitten oder Lenkbob

Mit Lenkrad oder lenkbarem Frontski.

KompaktZipfelbob oder Porutscher

Leicht zu tragen, aber mit wenig Komfort.

Mit mehrerenFamilien- oder Zweisitzer

Mehr Sitzfläche und passende Gesamtbelastung.

Direkter Vergleich

Schlittenarten in der Vergleichstabelle

Die Tabelle zeigt typische Eigenschaften. Einzelne Modelle können davon abweichen.

SchlittenartTypisches MaterialSteuerungGut geeignet fürZu beachten
DavoserHolz/MetallkufenGewicht und FüßeKlassische FreizeitfahrtStarrer, oft sperriger Rahmen
HörnerschlittenHolz/MetallkufenGewicht und FüßeGuter Halt, längere ModelleKeine separate Bremse
TourenrodelHolz/MetallAktive GewichtsverlagerungNaturrodelbahnen, geübte FahrerFahrtechnik erforderlich
SnowracerStahl/KunststoffLenkrad und FrontskiSportliche, kontrollierte FahrtGrößer und schwerer
LenkbobKunststoffLenkrad, häufig HandbremseKinder und JugendlicheBelastbarkeit/Altersangabe prüfen
KunststoffbobKunststoffHebel, Füße oder GewichtKurze FreizeithängeKontrolle variiert stark
ZipfelbobKunststoffGewicht, zentraler GriffKompakter TransportKeine separate Bremse
PorutscherKunststoff/SchaumGewicht und FüßeSpontane, kleine HängeWenig Schutz und Komfort
SchneereifenKunststoffhülle/LuftKaum gezielt steuerbarBreite, freie FlächenDreht sich, langer Auslauf nötig
BabyschlittenHolz oder KunststoffWird langsam gezogenKleinkinder unter AufsichtNicht für schnelle Abfahrten
FamilienschlittenJe nach BauartModellabhängigMehrere PersonenGesamtgewicht beachten
KlappschlittenHolz oder AluminiumModellabhängigWenig Stauraum, TransportVerriegelung vor jeder Fahrt prüfen
Alle Bauarten

Die 12 wichtigsten Schlittenarten im Detail

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Hörnerschlitten

Die nach oben gezogenen vorderen Kufen bilden die charakteristischen Hörner. Sie bieten eine zusätzliche Haltemöglichkeit. Lange Varianten können für Erwachsene oder mehrere Personen ausgelegt sein.

  • markante Hörner
  • oft aus Holz
  • Gesamtbelastung prüfen
Hörnerschlitten vergleichen →
3

Tourenrodel

Tourenrodel sind häufig flexibler als starre Davoser konstruiert. Dadurch lassen sie sich auf längeren Naturrodelstrecken aktiver über Gewicht und Beine steuern.

  • für längere Abfahrten
  • fahraktive Konstruktion
  • Übung sinnvoll
Tourenrodel vergleichen →
4

Rennrodel

Sportlich ausgelegte Freizeitrodel setzen den Schwerpunkt auf direkte Reaktion und dynamisches Fahren. Sie sind nicht automatisch mit olympischen Spezialschlitten für eine Kunstbahn gleichzusetzen.

  • sportlicher Einsatz
  • für erfahrenere Fahrer
  • Strecke und Tempo beachten
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6

Lenkbob

Lenkbobs kombinieren eine geformte Kunststoffschale mit Lenkrad oder Lenksystem. Durch die niedrige Sitzposition sind sie bei Kindern beliebt; Alter und Belastbarkeit variieren je nach Modell.

  • niedrige Sitzposition
  • intuitive Bedienung
  • oft nur ein Sitzplatz
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Kunststoffbob

Vom einfachen Sitzbob bis zur großen Schale gibt es sehr unterschiedliche Formen. Kunststoffbobs sind meist leicht und unkompliziert zu tragen. Lenkung und Bremswirkung hängen stark vom Modell ab.

  • leicht zu transportieren
  • viele Formen und Größen
  • Kontrolle genau vergleichen
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8

Zipfelbob

Ein kompakter Kunststoffgleiter mit zentralem Griff. Er wird durch Gewichtsverlagerung beeinflusst und mit den Füßen gebremst. Eine Rückenlehne oder separate Bremse fehlt normalerweise.

  • sehr kompakt
  • geringes Transportgewicht
  • freie Strecke erforderlich
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9

Porutscher und Schneerutscher

Die einfachste Schlittenart besteht aus einer kleinen Sitzfläche oder flachen Schaumplatte. Sie passt in fast jeden Kofferraum, bietet aber wenig Komfort, Abstand zum Untergrund und gezielte Steuerung.

  • minimalistisch und leicht
  • für kleine Hänge
  • wenig Kontrolle
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Schneereifen und Snowtubes

Aufblasbare Ringe oder Schläuche gleiten mit großer Auflagefläche über den Schnee. Sie können sich während der Fahrt drehen und sind nur begrenzt steuerbar. Deshalb brauchen sie breite, hindernisfreie Flächen.

  • aufblasbar und lagerfreundlich
  • weiche Sitzfläche
  • langer freier Auslauf
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Klappschlitten

Klappbare Holz- oder Aluminiumschlitten sparen bei Transport und Lagerung Platz. Der Mechanismus muss vollständig einrasten und vor jeder Fahrt auf festen Sitz geprüft werden.

  • platzsparend
  • Holz oder Aluminium
  • Verriegelung kontrollieren
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Auswahlhilfe

So findest du die richtige Schlittenart

1. Wer fährt?Alter, Körpergröße, Gewicht und Personenanzahl bestimmen Sitzfläche und Belastbarkeit.
2. Wo wird gefahren?Kleiner Freizeithang, feste Schneedecke oder längere Rodelbahn stellen unterschiedliche Anforderungen.
3. Wie viel Kontrolle?Lenkrad, Frontski, Bremse oder klassische Gewichtsverlagerung verändern die Bedienung.
4. Wie transportieren?Gewicht, Gesamtlänge, Kofferraum und Stauraum zu Hause vorher berücksichtigen.
Nach Zielgruppe

Schlittenarten für Kinder, Erwachsene und Familien

Für Kinder

Alter, Bedienbarkeit und eine erreichbare Bremse sind wichtiger als maximale Geschwindigkeit. Für kleine Kinder kommen spezielle Sitz- und Lehnenmodelle infrage.

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Für Erwachsene

Sitzlänge und dynamische Belastbarkeit müssen zum Körpergewicht passen. Lange Holzrodel, robuste Lenkschlitten oder leichte Alumodelle sind typische Optionen.

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Für Familien

Bei mehreren Personen zählen nutzbare Sitzfläche und zulässiges Gesamtgewicht. „Zweisitzer“ bedeutet nicht, dass jede Person die volle Belastungsangabe nutzen darf.

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Rodel oder Schlitten?

Wo liegt der Unterschied?

Im Alltag werden Rodel und Schlitten oft synonym verwendet. Im Fachhandel bezeichnet „Rodel“ häufig eine flexiblere, fahraktivere Konstruktion, während klassische Davoser Schlitten meist einen steiferen Rahmen besitzen. Eine überall verbindliche Abgrenzung gibt es nicht.

Die Begriffe allein sagen wenig über Qualität oder Sicherheit aus. Prüfe immer konkrete Konstruktion, vorgesehene Zielgruppe, Belastbarkeit sowie Lenk- und Bremssystem. Mehr dazu findest du im Ratgeber Was ist Rodeln?.
Sicher auswählen und fahren

Unabhängig von der Schlittenart wichtig

Vor dem Kauf prüfen

  • dynamische Belastbarkeit
  • passende Alters- und Größenangabe
  • saubere, kantenfreie Verarbeitung
  • Lenkung und Bremse passend zum Können
  • ausreichende Sitzfläche

Vor jeder Fahrt prüfen

  • Kufen, Rahmen und Verbindungen
  • Bremse und Lenkung
  • freie, geeignete Strecke
  • Helm, Handschuhe und feste Schuhe
  • Abstand und angepasstes Tempo

Weiterführend: 10 Rodel-Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins.

Häufige Fragen

FAQ zu Schlittenarten

Welche Schlittenarten gibt es?
Zu den wichtigsten Arten gehören Davoser, Hörnerschlitten, Tourenrodel, Rennrodel, Lenkschlitten, Lenkbobs, Kunststoffbobs, Zipfelbobs, Porutscher, Schneereifen, Babyschlitten und Klappschlitten. Familien- und Kinderschlitten bezeichnen zusätzlich Zielgruppen.
Welche Schlittenart ist für Kinder geeignet?
Das hängt vom Alter ab. Kleine Kinder benötigen ein Modell für beaufsichtigtes Ziehen mit geeigneter Lehne und Sitzposition. Ältere Kinder können je nach Können klassische Holzschlitten oder Modelle mit gut erreichbarer Lenkung und Bremse nutzen.
Welche Schlittenart eignet sich für Erwachsene?
Für Erwachsene sind eine ausreichende Sitzlänge und dynamische Belastbarkeit entscheidend. Lange Holzschlitten, Tourenrodel, robuste Lenkschlitten und bestimmte Aluminiumschlitten kommen infrage.
Was ist besser: Holz- oder Kunststoffschlitten?
Holzschlitten bieten klassische Kufen und häufig eine längere Sitzfläche. Kunststoff ermöglicht leichte Schalen, Lenksysteme und integrierte Bremsen. Welche Variante besser ist, hängt vom Einsatz und konkreten Modell ab.
Welche Schlittenart lässt sich am besten lenken?
Lenkschlitten mit Frontski oder Lenkbobs mit Lenkrad bieten eine direkte Bedienung. Ein flexibler Rodel kann von geübten Fahrern ebenfalls präzise gesteuert werden, erfordert aber mehr Fahrtechnik.
Welche Schlittenarten sind besonders platzsparend?
Porutscher und Zipfelbobs sind sehr kompakt. Aufblasbare Schneereifen benötigen im entleerten Zustand wenig Platz. Wer eine klassische Sitzposition möchte, kann einen Klappschlitten wählen.
Welche Schlittenart eignet sich für zwei Personen?
Lange Holzschlitten, ausgewiesene Doppelsitzer und Familienschlitten können mehrere Personen aufnehmen. Entscheidend ist die zulässige Gesamtbelastung der konkreten Variante – nicht nur die Gesamtlänge.

Fazit: Die richtige Bauart folgt dem Einsatzzweck

Für klassisches Schlittenfahren passen Davoser und Hörnerschlitten, für direkte Lenkung Snowracer oder Lenkbob. Zipfelbob und Porutscher punkten beim Transport, während Familien auf Sitzlänge und Gesamtbelastung achten sollten. Vergleiche deshalb zuerst Zielgruppe, Strecke, Kontrolle und Stauraum – und erst danach einzelne Modelle.